Zentrumsentwicklung - wie weiter?


Juli 2016

Zentrumsstrategien des Gemeinderates
Präsentation und Diskussion

Der Herisauer Gemeinderat hat sich zwischenzeitlich eingehend mit der zukünftigen Entwicklung des Zentrums befasst. Ziel war es, sich einen Überblick über die bisherigen Ideen zu verschaffen, mögliche Szenarien für die Zukunft zu entwerfen und daraus Entwicklungsstrategien abzuleiten.
Diese Überlegungen wird der Gemeinderat anlässlich eines Informationsabends am 30. August 2016 ab 19 Uhr im Casino Herisau präsentieren.

Am 13. September 2016 ab 19 Uhr ebenfalls im Casino Herisau findet dann ein Feedbackabend statt, der Gelegenheit für die Diskussion bieten wird.


Medienmitteilung vom 4. November 2015:

Externe Hilfe für Entwicklung

Die Entwicklung des Herisauer Zentrums rückt von der Ideenphase in die Konkretisierungsphase. Der Gemeinderat wird in den nächsten Monaten die von der Stiftung Dorfbild zusammen mit Gemeindeverantwortlichen und der Bevölkerung gesammelten Ideen diskutieren und gewichten. Ziel ist es, dass der Gemeinderat bis im Sommer 2016 zu einer Strategie findet, wie sich das Herisauer Zentrum entwickeln soll und welche finanziellen und personellen Mittel dafür nötig sind.

Diese Strategie muss optimal vorbereitet und wohl überlegt sein. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, unter Vorbehalt der Genehmigung des Voranschlags 2016 60‘000 Franken zu bewilligen, um sich bei diesem Prozess extern begleiten zu lassen. Die ausgewählte Strittmatter Partner AG in St. Gallen bringt beste Voraussetzungen mit: der beauftragte Mitinhaber Alex Müller kennt Ausserrhoden von seiner langjährigen Tätigkeit als Geschäftsführer der Gemeindepräsidien-Konferenz, ist Jurist und Raumplaner.

Nächste Fixpunkte sind neben den Vorbereitungssitzungen zwei Retraiten des Gemeinderats im Februar und März 2016. Sobald die Nachbereitung erfolgt ist, wird die Bevölkerung informiert und in die Diskussion einbezogen. Falls es nach dem Sommer 2016 zu einer Umsetzung von Massnahmen mit externer Begleitung kommt, werden weitere Mittel benötigt.

Projektbericht "Studie Zentrumsentwicklung Gemeinde Herisau"

Die Stiftung Dorfbild hat in ihrem Bericht zum Projekt "Studie Zentrumsentwicklung Gemeinde Herisau" den Gang und die Resultate des Projekts dokumentiert und ihre Schlussfolgerungen gefasst.
An der Medienkonferenz vom 21. August 2015 wurde der Bericht mit Empfehlungen offiziell der Gemeinde übergeben, welche fortan den Lead übernimmt.
Wie geht es nun wohl weiter?

Projektbericht (ohne Anhang) als PDF [552 KB]

Schlussfolgerungen der Stiftung Dorfbild

Das Ziel dieses Projekts war es, die Herisauerinnen und Herisauer für die Zentrumsproblematik zu sensibilisieren und vor allem konkrete Ideen und Bilder zu erzeugen, wie sich unser Zentrum weiter entwickeln könnte. Aus unserer Sicht wurden diese Ziele erreicht: Alle Veranstaltungen waren gut besucht von engagierten Personen, und sie haben Erwartungen geweckt. Die bisherigen Ideen zur Zentrumsentwicklung sind aktualisiert, und es sind neue dazugekommen. Das Ideenpotential ist vielleicht noch nicht voll ausgeschöpft, aber der Rahmen ist in etwa abgesteckt: Man weiss nun, wovon man redet.
Aus Sicht der Stiftung Dorfbild ergibt sich deshalb folgendes Fazit:

» Der Wille, dass nun etwas geschieht, ist da – und er ist gross genug.

» Es braucht den weiten Blick und die Auseinandersetzung mit der Frage der Identität: Was ist Herisau heute, und was möchten wir morgen sein? Wohin soll es gehen und welchen Teil kann das Zentrum dazu beitragen? Herisau als Marktort? Die öffentliche Diskussionen ist an- gestossen, und sie soll auch weitergehen.

» Diverse Ideen zur Entwicklung des Zentrums liegen auf dem Tisch. Es gibt ältere aus früheren Studien, nun aber auch neue aus den aktuellen Arbeiten. Im nächsten Schritt geht es darum, diesen Strauss zu bündeln, Ideen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen und mit bestehendem zu verknüpfen. Aus Sicht der Stiftung Dorfbild wäre ein «Masterplan» zu entwickeln, der die Entwicklungsrichtung und die Schwerpunkte aufzeigt und wichtige Aspekte aufeinander abstimmt. Für die Erfüllung dieser komplexen Aufgabe braucht es einen weiteren Prozess und idealerweise die Begleitung und Beratung durch Fachper- sonen: einerseits eine kompetente Person, die den Prozess moderiert (z.B. Fachperson für partizipative Prozesse in Gemeinde- und Stadt- entwicklung), und andererseits ein hochkarätiges Fachteam für die Inhalte, das von einem lokalen Begleitgremium unterstützt wird. Ziel des Prozesses ist ein mehrheitsfähiger Masterplan.

» Der Masterplan soll in Teilschritten, in «Puzzle-Teilen» umgesetzt werden, je nach fnanzieller, zeitlicher und inhaltlicher Machbarkeit. Einzelne Bestandteile wie z.B. das Parkierungskonzept können allenfalls schon vorzeitig realisiert werden.

» Seitens der Gemeinde Herisau sind nach Ansicht der Stiftung Dorfbild zusätzliche Ressourcen nötig: eine ressortübergreifende Anlaufstelle, eine Fachstelle für Ortsentwicklung, angesiedelt beim Gemeindepräsidium, welche die weitere Planung und Umsetzung führt, koordiniert und unterstützt.

» Die Stiftung Dorfbild Herisau wäre bereit und in der Lage, einzelne Teilaufgaben zu übernehmen und generell als Unterstützung zu dienen.


MEDIEN

APZ 22. August 2015

APZ 25. August 2015